27/03/20 Allgemein # , , , ,

Bullshit-Bingo oder Rollenvielfalt? Über Rollen, transparente Kommunikation und (meine persönliche) Entwicklung

Bullshit-Bingo oder Rollenvielfalt? Über Rollen, transparente Kommunikation und (meine persönliche) Entwicklung

In meiner Selbstbeschreibung stehen gleich mehrere „Job Profiles“: Beraterin, Trainerin, Coach, Moderatorin. Wer das liest, mag dazu unterschiedliche Theorien entwickeln: Vielleicht „das übliche Bullshit-Bingo unter Freien“? Oder „sieht nach leichter Entscheidungsschwäche aus; hat die Frau ein ein Positionierungs- oder gar Identitätsthema?“ Das Ideal, wenn ich mir etwas wünschen dürfte, wäre der Gedanke: „Wie gut, ich kann mit jemandem arbeiten, die sich auf unterschiedliche Szenarien und Herangehensweisen einlassen kann“.

Rechtzeitig über Erwartungen und Arbeitsweisen sprechen

Ob das Chamäleon weiß, dass es die Farbe wechselt?

Das ist aber aus gutem Grund ein Ideal, denn Trainer, Coach… sind sprachliche Labels, mit denen wir sehr unterschiedliche Assoziationen verbinden und die aus dem umgangssprachlichen Gebrauch oft als austauschbar gelten, auch bei denjenigen, die theoretisch klare Definitionen kennen und nutzen. Bestes Beispiel dafür ist das Coaching: „Können Sie uns mal durch diesen Prozess coachen?“ kann alles heißen von „wir brauchen einen Plan und möchten, dass eine Expertin ihn für uns erstellt“ über „wir denken an einen Coaching-Prozess im engsten Wortsinn“ bis hin zu „wir werden je nach Prozessphase sehr unterschiedliche Unterstützungsformen benötigen“.

Ich nehme gleich mal eine Einordnung vor, welche Rolle sich wofür eignet, was sie kennzeichnet und wie sich diese Rollenvielfalt in meinem beruflichen Alltag entwickelt (hat). Das Wichtigste aber vorweg: Sich mit Kunden, Kooperationspartnern und Dienstleistern sehr früh und sehr klar darüber zu verständigen, welche Erwartungen und Arbeitsweisen aufeinandertreffen, hilft ungemein, um effizient und harmonisch zusammen zu arbeiten! Ich thematisiere dieses „wie?“ mittlerweile aktiv vor und auch immer wieder im laufenden Projekt.

Fangen wir also an mit der Beraterin: Gemeint ist hierbei ein Experte, der über ein Wissen/Erfahrung verfügt, das in der Organisation nicht vorhanden oder ausreichend abrufbar ist.

Chancen und Risiken: Zwei große Vorteile bei externen Beratern: Zum einen sind sie temporär und damit flexibel einsetzbar, zum anderen bringen sie oft einen klareren Blick auf ein System, eine Aufgabe mit, als dies innerhalb der Organisation noch möglich ist. Auf ein „mehr“ an Wissen dürfen Organisationen auch bauen, da in Agenturen und Beratungsunternhemen das Lerntempo und die Innovationsfreude (oder auch: Innovationsnotwendigkeit) durch wechselnde Kunden und Projekte sehr hoch ist.

Ein klassischer Zwist besteht zwischen dem fachlichen Anspruch und der immer mitlaufenden Rolle als Dienstleister: Die finale Entscheidung, was genau „gut“ ist, bleibt beim Kunden. Hier tariert jede/r BeraterIn für sich aus, welche Prioritäten er oder sie setzt, wie vehement er oder sie sich für eine bestimmte Lösung einsetzt. Abgesehen von diesen letzten Entscheidungen liegt sehr viel (zugeschriebene) Verantwortung bei den Beratern: Sie bleiben im Hintergrund, wenn’s gut läuft, werden aber gern genutzt, um unangenehme Entscheidungen zu rechtfertigen. Davon können Unternehmensberater ein Lied singen, deren Image mir recht homogen schlecht zu sein scheint in Belegschaften: „Wenn die Anzugträger kommen, muss es wohl übel bestellt sein um’s Unternehmen.“  

Wie, wann, wie stark ich diese Rolle lebe: Als Kommunikationsberaterin nutze ich selbst Beratung als „Umbrella Term“ – ganz ähnlich wie KundInnen das auch tun. In meinem Verständnis zahlen alle Rollen, die ich einzunehmen anbiete, auf gute Beratung ein. Je mehr Beratungserfahrung ich ansammle, desto weniger gehe ich in die reine Beraterrolle – in der ich selbst übrigens als tendenziell vehement wahrgenommen werde. Das hat wohl viel mit meinem individuellen Glaubenssatz zu tun, dass ich mein Geld nicht wert bin, wenn ich widerstandlos bei „dann machen wir halt Fähnchen!“ einknicke…

Je länger ich berate, desto weniger berate ich

Ein Trainer vermittelt Wissen und Können. Hinterher ist man schlauer als vorher – soweit die Theorie.

Chancen und Nebenwirkungen: Hängen aus meiner Sicht neben den fachlichen didaktischen Qualitäten der Trainer immens an der Haltung der anleitenden Person, daher ganz schnell dazu

wie, wann, wie stark ich diese Rolle lebe: Wenn ich selbst es vermeiden kann, nutze ich diesen Terminus gar nicht – dass er in meiner Selbstbeschreibung auftaucht, ist also schon ein Zugeständnis an ein vermeintliches Verständnis Dritter. Ich konzipiere und leite Workshops. Das beschreibt nicht nur passender, was Teilnehmende erfahren (nämlich, dass sie richtig arbeiten müssen), sondern bringt auch meiner Meinung nach mehr angemessene Augenhöhe hinein: Denn tatsächlich gebe ich sowohl ein wenig Theorie als auch meine persönliche Erfahrung aus fast 20 Jahren frontal in die Runde. Die Erfahrungen und Ansichten der Teilnehmenden sind aber nicht weniger Wert – und dabei ist es unerheblich, ob wir von einem Volontär sprechen, der mit einem gesunden Unbehagen auf unser „so macht man das!“ blickt oder eine erfahrene Kommunikatorin, deren Erfahrung sich grundlegend von meiner unterscheidet. Meiner Meinung nach lernen Workshop-Teilnehmer mindestens so viel voneinander wie von mir als „Trainerin“. Ich habe zwar schon immer viel Wert auf eine entspannte, wertschätzende Erfahrung in meinen Seminaren gelegt, erlebe aber, wie meine eher zurückgenommene Haltung und Arbeitsweise sich hier gegenseitig verstärken. Für mich ist jedoch wichtig, mich auf jede Gruppe neu einzulassen – die Dynamiken sind sehr unterschiedlich und gelegentlich ist eine „klassische“ Trainer-Rolle der Erwartung und Kultur (beispielsweise bei Inhouse-Seminaren) engemessener.

Als Coach bin ich die Nicht-Wissende und Un-Expertin – und genau das ist der Mehrwert. Insbesondere bei Personalverantwortlichen ist das Verständnis dafür, was ein systemischer Business-Coach können und wie er/sie arbeiten sollte, mittlerweile sehr ausgeprägt, viele von ihnen haben selbst eine professionelle Ausbildung durchlaufen. Landläufiger wird’s deutlich schwieriger, da der „Coach“ vom Sport über Chakka-Lebenshilfe bis hin zum vermeintlich einfach moderneren Begriff für Trainer genutzt wird.

Chancen und Nebenwirkungen: Die große Chance liegt darin, dass Coachees komplett in die Verantwortung für ihre Persönlickkeits- oder Lernentwicklung gehen. Anders als beim Berater steigt hier auch das Vertrauen in die Selbstwirksamkeit immens: Ein beratendes „du musst doch nur x machen, dann wird das schon – easy!“ ist nicht nur mit hoher Wahrscheinlichkeit unpassend, sondern bestärkt immens Zweifel und Ängste, Herausforderungen selbstständig begegnen zu können. Das gilt übrigens in Zeiten von „New Work“ zunehmend auch für Teams: Sich selbst zu organisieren und zu regulieren ist deutlich anspruchsvoller, als Anweisungen auszuführen und bei Misserfolgen mit dem Finger auf „die da oben“ zu zeigen (der kleinste gemeinsame Nenner im Teamzusammenhalt, der auch erstmal ersetzt werden will…). Auch viele Führungskräfte eignen sich Coaching-Wissen an, was meiner Meinung nach extrem hilfreich ist, wenn sie ihr Selbstbild als „Führungskraft mit coachender Haltung“ (auf keinen Fall: Führungskraft als Coach) leben wollen. Denn die Umstellung kann für jede/n Einzelnen, Teams und ganze Unternehmenskulturen riesig sein.

Wie, wann, wie stark ich diese Rolle lebe: Eine gute Kommunikationsberaterin kann bislang auf das coachende Element am besten verzichten – noch. Der Berater, die Trainer, das wird stark aktiv nachgefragt, aber die methodische Coaching-Kompetenz kaufen meine AuftraggeberInnen in der Kommunikation bislang häufig noch unbewusst mit. Entsprechend sehe ich hier den größten Abstimmungsbedarf: Was passiert z.B. in einem Workshop-Prozess, wie verhalte ich mich, wer übernimmt welche Verantwortung für Prozesse und Ergebnisse, welche Rolle hat beispielsweise eine Führungskraft innerhalb eines Teamprozesses? Mir persönlich hat Coaching auch außerhalb direkter Beauftragungen als Coach (die maximal parallel laufen und sich nicht mit anderen Rollen vermischen sollten) nicht nur eine Menge neuer Methoden, sondern vor allem eine deutlich stärkere Reflektion und Verständnis meiner Rolle als konstruktiver System-Störer gebracht.

Moderator ist ein ähnlich dehnbarer Begriff, der wohl mit Assoziationen von Entertainment (Barbara Schöneberger?) bis hin zum rein technischen Facilitator, aktuell sehr gefragt in Online-Konferenzen etc., leben muss. Ich habe ihn erst vor kurzem zu meinem Rollendreiklang aus Beraterin, Trainerin und Coach hinzugefügt, weil diese Rolle meinem heutigen Selbstverständnis am ehesten entspricht und eventuell auch die „Beraterin“ mittelfristig verdrängen könnte: Ich möchte für Bewegung innerhalb von Unternehmensprozessen, Teams und in Köpfen sorgen, Menschen und Inhalte miteinander verbinden. Als Moderatorin kann ich auch am einfachsten Transparenz herstellen, indem ich meine Rollenwechsel klar an- und abmoderiere. Das sieht beispielsweise so aus, dass ich einen kurzen inhaltlichen Impuls ankündige (zum Beispiel zu Trends in der Internen Kommunikation oder psychologischen Grundlagen von Change-Prozessen – da darf ich mich als Expertin bezeichnen) und genauso deutlich die Rolle wechsele (beispielsweise über Breakout-Sessions, in denen ich nur noch als Meta-Moderation erlebbar werde). Meiner altersweisen Überzeugung nach passt das nicht nur am besten zu meiner Person, sondern auch zu den Anforderungen, die Kommunikations- und Change-Verantwortliche bewältigen müssen aktuell.

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22/03/18 Coaching # , ,

Coaching Online: Sorgt Distanz für Distanz? Wie die Wissenschaft den Nutzen eines Trends untermauert.

Seit zwei Jahren arbeite ich als systemischer Coach. Die Möglichkeit, sich als Coachee in einem geschützten Raum mit den eigenen Fragen und Unsicherheiten entwickeln zu dürfen, ohne belehrt, im Expertensinne beraten oder gar bewertet zu werden, empfinde ich schon lange und auch aus eigener Erfahrung als rare und wertvolle Erfahrung. Und ich habe diesen „Raum“ für mich selbst bisher nicht nur als zeitliche oder gedankliche Ressource, sondern auch als einen physischen Ort gesehen.

Mit Kaktus, Prince und Blick über Hoheluft: Hier finden momentan meine Coachings statt.

So nachvollziehbar und folgerichtig ich den Trend zu Online-Beratung in unserer schnellen, Flexibilität fordernden und ermöglichenden (Arbeits-)Welt finde: Ist unser Alltag nicht digitalisiert-effizient genug durchorganisiert; spielen non-verbale Kommunikationselemente und die persönliche Beziehungsebene im Coaching nicht eine zu wichtige Rolle, als dass man darauf auch hier noch verzichten könnte und wollte?

Es spricht (schreibt) also offensichtlich eine Skeptikerin, was Coaching auf Distanz angeht. Continue reading

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24/03/17 Coaching , Führung , Training # , ,

Was’n das? Persönlichkeits- und Teamentwicklung mit Lumina Spark

Macht Laune: Das offizielle „Go!“ für meine Arbeit mit Lumina Spark.

Veränderung ist mein Kernthema. In den letzten Jahren betraf das nicht nur die Bedürfnisse meiner Kunden, sondern auch meine persönliche und berufliche Entwicklung. Als systemischer Coach bin ich mittlerweile seit über einem Jahr unterwegs und genieße die Ergänzung zur beratenden Arbeit sehr. Und seit gestern darf ich mich – Konfetti, bitte! – zertifizierte Lumina Spark Beraterin nennen.

Impulse für Persönlichkeitsentwicklung

Lumina Spark ist ein Tool aus der Lumina-Familie, einer ganzen Reihe psychometrischer Instrumente mit verschiedenen Schwerpunkten. Spark bildet dabei die Grundlage und ermöglicht mir eine Fülle sinnvoller Ansätze für Einzelcoachings und Teamentwicklung. Denn Lumina Spark misst Verhaltenspräferenzen. Wer diesen Online-Test (144 Fragen, ca. 15-20 Minuten) durchläuft, erhält also keine Auskunft über Fähigkeiten oder gar seinen „Typ“, sondern über eine persönliche Neigung, Verhalten stärker oder schwächer zu zeigen. Und Verhalten ist etwas, was wir beobachten, beschreiben und auch ändern können.

„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit.“ (Viktor Frankl)

Zeitgemäß und angemessen komplex

Noch vor wenigen Wochen hätte ich selbst wahrscheinlich ausgeschlossen, mich jemals zum Practitioner für ein psychometrisches Intrumentarium ausbilden zu lassen – nicht nur durch meine Zeit an der psychologischen Fakultät der Ruhr-Uni Bochum, die stolz ist auf ihr Persönlichkeitsinventar und Persönlichkeitstests aller Coleur, stehe ich diesen Tests skeptisch gegenüber. Bislang störten mich sowohl die Unterkomplexität von Typologien als auch unflexible Festlegungen, die keinerlei Widerspruch duldeten. Ich war also ein roter, extravertierter Typ, und wenn ich eher introvertierte Eigenschaften an mir entdeckte, stimmte wohl etwas nicht mit mir. Erst vor kurzem habe ich einen an Gründer gerichteten Test genervt abgebrochen, als man mir sinngemäß schrieb: „Du bist ja ein ganz spannender Fall – du bist sowohl kreativ als auch auf finanzielle Sicherheit bedacht“ – naja, das eine ist Teil meines Jobs, das andere unabdingbar für jemanden, der selbstständig arbeitet. Dass soviel Differenzierung beim heutigen Forschungstand und den technischen Möglichkeiten von Big Data nicht möglich sein sollte, fand ich frustrierend.

Lumina Spark hat den meisten psychometrischen Tests zwei Dinge voraus: Zum einen kann es Verhalten auf beiden Polen einer Dimension abbilden – dass ich je nach Kontext sowohl extra- als auch introvertiert sein kann, ist also darstellbar. Zum anderen, und das finde ich im professionellen Kontext extrem spannend, kann ich sehen, ob und wie sich mein Verhalten über verschiedene Personas verändert. So kann ich beispielsweise erkennen, ob ich in meinem natürlichen Verhalten starke Präferenzen habe, die ich in meiner beruflichen Rolle zurücknehme und auf die ich in Stress-Situationen zurückgreife. Oder: Ich fühle mich ausgebrannt ohne offensichtlichen Anlass und erkenne anhand von Lumina Spark, dass ich regelmäßig Verhaltensweisen im Job aktiviere (weil ich sie dort brauche, mir angeeignet habe…), die mir weniger liegen und mich entsprechend viel Energie kosten. Oder, oder…

Wissenschaftlich basiert Spark auf den Grundlagen der Persönlichkeitspsychologie von Carl Gustav Jung und vier der „BIG 5“ (Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit); die Fragen sind auf Validität und Reliabilität getestet.

Auf geht’s! Anwendung und Procedere

Ich freue mich darauf, das Instrumentarium von Lumina Spark – je nach Zielsetzung – zu Beginn oder im Verlauf von Coachings und Teamentwicklungsprozessen einsetzen zu können. Mit klar definiertem Auftrag und Rahmen sehe ich wenige inhaltliche und noch weniger kreative Grenzen. Nur ein paar beispielhafte Fragestellungen:

  • Ich möchte mich beruflich neu orientieren – worauf sollte ich achten?
  • Wie erreiche ich ein besseres Gleichgewicht zwischen Beruf, Freizeit und Familie?
  • Wie werde ich meiner Rolle oder Aufgabe im Unternehmen besser gerecht (beispielsweise als Führungskraft)?
  • Warum erreicht unser Team seine Ziele nicht?
  • Warum treten bei uns immer wieder ähnliche Konflikte auf?

Auch zum Selbstcoaching eignet sich Lumina Spark hervorragend, das erlebe ich selbst gerade. Unter der Voraussetzung, dass ich etwas verändern möchte, kann ich einen ehrlichen Blick auf meine Verhaltenspräferenzen werfen und auch nach dem Coaching-Gespräch mit mir selbst aushandeln, wo ich mein Verhalten inwieweit anpassen kann und möchte – oder, und auch das ist eine legitime, aber dann bewusste Entscheidung, eben nicht.

Nachdem der Online-Fragebogen von Lumina Spark ausgefüllt ist, werden alle Testergebnisse sowohl visualisiert (durch plakative „Splashes“, Begriffsclouds und Diagramm) als auch in Textform dargestellt, so dass die Teilnehmer eine haptische Version ihres „Selbst“ in Portraitform erhalten. Ich spreche alle Testergebnisse persönlich mit den Teilnehmern durch und behandele selbstverständlich die Ergebnisse absolut vertraulich.

Eine Person, verschiedene Personas: Die Portraits sind eine hervorragende Basis für Einzelgespräche und Teamprozesse.

Ich bin übrigens gerade auf gelbe Weise sehr rot. Das bedeutet, dass ich mich im Alltag sehr ergebnisorientiert verhalte und dabei auf Qualitäten wie „unkonventionell“ und „ausdrucksstark“ zurückgreife. Wie sich eine solch vereinfachende, gemeinsame Sprachwelt und differenzierte Betrachtung zusammenbringen lassen, erkläre und demonstriere ich bei Interesse gern persönlich. Aber jetzt geht’s erstmal mit meiner natürlichen Wochenendpersona in die stark ausgeprägte Verhaltenspräferenz „Geselligkeit“.

 

 

 

 

 

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23/03/16 Coaching , Digitalisierung , Führung , Studie , Unternehmenskommunikation/Corporate Communications , Veränderungskommunikation/Change Communications , Workshops

Von Führung, Fröschen und Vogel-Strauß-Effekten: Warum ich den Begriff „Digitale Transformation“ meide

Was hat die deutsche Wirtschaft mit kochenden Fröschen gemein? Ich fürchte, eine ganze Menge. Auf der einen Seite stehen wir nach wie vor hervorragend da (Exportweltmeister etc.), auf der anderen Seite scheinen Unternehmen hierzulande einen riesigen Entwicklungssprung zu verpassen – eine Studie nach der anderen belegt, wie innovationsfeindlich, risikoscheu und führungsschwach das Land der Dichter, Denker und Ingenieure geworden ist. Manche mögen das als Panikmache oder ABM für Berater abtun. Aber kommen wir so billig aus der Nummer raus?

Phasen großer Veränderungen – echte gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche Umwälzungen, keine Projektchen – brauchen Leit- und Identifikationsfiguren. In Unternehmen erlebe ich aber in den letzten Jahren verstärkt Führungskräfte, die sich eher nach einem Sandhaufen für ihren Kopf zu sehnen scheinen. Wenn ich lese, dass Mitarbeiter ihren Firmen digital überlegen sind, frage ich mich weniger, ob Führungskräfte plötzlich alle inkompetent sind (auch, wenn sich Gunter Duecks Rant zu „Mehr vom Gleichen“ herrlich pointiert liest), sondern eher: Was genau hemmt sie?

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Gelesen, erlebt, bedacht
In meinem Blog beschäftige ich mich mit Themen, die mich bewegen, Menschen, die mich beeindrucken, Orten, die mich inspirieren… Unregelmäßig, subjektiv und teils sogar persönlich. Ich freue mich auf Kommentare und Gespräche an dieser Stelle!
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